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Hessenderby gegen Skywheelers endet mit 68:52-Erfolg

(aj) Tabellenführer RSV Lahn-Dill hat mit einem 68:52 (16:17/37:26/58:36)-Erfolg bei den Mainhatten Skywheelers seine Tabellenführung in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL) behauptet. In einem von Beginn an sehr körperlich geführtem Hessenderby, ließen sich die Wetzlarer Rollis zunächst von dieser Spielweise aus dem Konzept bringen, ehe sie im zweiten Viertel ihre Souveränität zurückfanden und mit diesem Rückenwind die Partie in Frankfurt sicher dominierten.

„Wir haben mit einer zur Vorwoche veränderten Startformation am Anfang etwas Souveränität vermissen lassen und uns von der Atmosphäre auf dem Parkett anstecken lassen“, war RSV-Trainer Nicolai Zeltinger mit dem Auftakt nicht zufrieden. Die rund 500 Besucher in der Frankfurter Franz-Böhm-Sporthalle sahen zwar zunächst das 6:2 (4.)  und wenig das 11:6 (7.) nach einem Drei-Punkte-Spiel von Jan Haller, doch in der Folge schien zunächst das Konzept der Gastgeber mit viel Aggressivität zu operieren aufzugehen, während sich der RSV in Wortgefechte verstrickte. Zusätzlich klemmte es in dieser Phase bei den Außenschützen des RSV, deren Würfe aus der Mitteldistanz selten ihr Ziel in der Frankfurter Reuse fanden.

So lagen die Skywheelers durch Sebastian Magenheims 12:11 in der neunten Spielminute erstmals in Front und gingen mit einem Drei-Punkte-Spiel durch Neuzugang Thomas Becker zu Beginn des zweiten Spielviertels sogar mit 20:16 (12.) in Führung. Erst jetzt, mit der zusätzlichen Einwechselung von Thomas Böhme, zog der zehnfache Deutsche Meister das Spiel an sich, erkämpfte sich die Führung durch Center Dirk Köhler zum 26:24 (14.) schnell zurück und ließ mit einer nun sattelfesten Defensive den nicht von ihrer Taktik abweichenden Frankfurtern in der Folge kaum noch eigene Chancen. So wuchs die Führung über 31:24 (17.) bis zur Halbzeit bereits auf 37:26 an.

Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich diese Tendenz fort. Kapitän Michael Paye erhöhte mit einer schönen Einzelleistung zum 41:28 (21.) und Nationalspielerin Annabel ließ das 49:28 (26.) folgen, ehe vor allem der britische Center Joe Bestwick immer wieder von seinen Teamkollegen in bestens Szene gesetzt werden konnte. Der Europameister markierte so elf Punkte nahezu in Serie und schraubte das Ergebnis beim 58:32 (29.) zwischenzeitlich auf die höchste Führung während der gesamten Partie.

Konnte RSV Head Coach Zeltinger mit den Vierteln zwei und drei absolut zufrieden sein, schlich sich in der Schlussphase diesmal der Schlendrian bei seinem Team ein. Viel zu passiv und verhalten agierte der Gast aus Mittelhessen in Anbetracht der hohen Führung, während die Frankfurter dies eiskalt ausnutzten und über das Nationalmannschafts-Duo Thomas Becker und Sebastian Wolk zu einer klaren Ergebniskosmetik kamen. „Das dritte Viertel war wirklich perfekt, aber wie wir uns danach auf uns gegenseitig verlassen haben, ohne selbst das Heft in die Hand zu nehmen, bedarf noch einer klaren Nachbesprechung“, so Nicolai Zeltinger wenige Tage vor seinem 42. Geburtstag.

Am kommenden Wochenende schon hat die Mannschaft in einem weiteren nicht einfachen Auswärtsspiel die Chance die Vorgaben des Trainers besser umzusetzen. Die RSV-Delegation tritt dann die Reise zum Playoff-Kandidaten BG Baskets Hamburg in den hohen Norden der Republik an.

Frankfurt: Thomas Becker (14), Sebastian Magenheim (14), Andi Kress (9), Sebastian Wolk (7), Anne Brießmann (4), Lars Lehmann (4), Maria Kühn, Tim Diedrich (n.e.), Johannes Hengst (n.e.), Anna Maria Müller (n.e.).

Lahn-Dill: Joe Bestwick (18), Thomas Böhme (12), Michael Paye (12), Dirk Köhler (9), Jan Haller (7), Steve Serio (6), Annabel Breuer (2), Marco Zwerger (2), Christopher Huber, Björn Lohmann, Felix Schell,  David Amend (n.e.).

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