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Warum uns das Dauerlächeln krank machen kann

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Positives denken ist zum zwang geworden....

Es gleicht einer Revolution. Jahrelang bekamen wir von Psychologen positives Denken als Allheilmittel gegen Jobverlust, Krankheit, Armut und Ängste verordnet.

Jetzt warnen Forscher:

Der Zwang zum Dauerlächeln macht krank.

US-Besteller-Autorin Barbara Ehrenreich erklärt sogar:

"Smile Or Die. Wie die Ideologie des Positiven Denken die Welt verdummt" (Kunstmann, 19,90 Euro).

Beispiel Krankheit:

Als die Autorin an Krebs erkrankte, überkam sie Wut und Verzweiflung. "Trotzdem sollte ich den Krebs mit einem Lächeln begrüßen." Das wäre entscheidend für die Heilung. Heute weiß man: Der erwartete Frohsein kostet Kraft. Außerdem ist das Unterdrücken von Gefühlen sogar schädlich. Denn was ist, wenn die Krankheit sich trotz Optimismus ausbreitet? "Dann bleibt der Patientin nämlich nur, sich selbst dafür die Schuld zu geben."


Beispiel Jobverlust:

Wenn die Kündigung auf dem Tisch liegt, scheint der Grund dafür eindeutig: Man hat eben nicht genug gelächelt. So ein Diktat empfindet Barbara Ehrenreich als zynisch. Und empfiehlt: kritisch bleiben, Fragen stellen. Dann wird schnell klar, dass die Schuld für den Jobverlust nur selten bei einem selbst zu suchen ist.


Beispiel Angst:

Auch hier hat man uns eingeimpft, Panik im Keim zu ersticken und immer zu denken: Das schaffst du, Mag sein, dass das im Einzelfall klappt. Gerade Menschen mit Ängsten hilft es in der Regel aber eher, sich vorzustellen, was alles schiefgehen könnte. Dann die Konfrontation mit möglichen Problemen wirkt stärkend und beruhigt, wissen Forscher heute.


Fazit:

Zwanghaftes Positiv-Denken beeinträchtigt unser Urteilsvermögen und versperrt uns den Weg zu entscheidenden Informationen.

Besser ist ein wachsamer Realismus. Dieser schließt die Suche nach Glück nicht aus. Im Gegenteil - er macht sie erst möglich!

Quelle: neue woche zeitschrift vom 26/2011

Naja ich wusste eher schon, Dauerlächeln nicht gut.

Ihr könnt die Meinung schreiben.

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