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Richtig laufen auf High Heels

An den Festtagen und zur Ballsaison sind die hochhackigen Pumps wieder oft im Einsatz...


Kein Problem: Mit etwas "Körpertherapie" lassen sie sich ohne Probleme für Füße und Rücken tragen...


Wer kennt das nicht: Eine hübsche Frau, super Look, hohe Schuhe, alles an ihr wirkt sexy. Bis Sie aufsteht und unsicher herumstöckelt...


Oft ist schon das Zusehen eine Qual, und es scheint klar, warum High Heels als ungesund verschrien sind. Unwillkürlich denkt man an verformte Zehen, verkürzte Wadenmuskeln, an Rückenschäden und kaputte Kniegelenke. "Doch das muss nicht sein", sagt Edeltraud Breitenberger, Körpertherapeutin in München. In Kursen bringt sie Frauen gesundes Laufen bei - sogar auf High Hells.


Zuvor analysiert sie die häufigsten "Geh-Fehler". Und führt sie uns hier etwas übertrieben vor, damit sie deutlicher werden.


- Das Lineal: Sie geht zwar aufrecht, aber steif und meist schnell mit kleinen Schritten. Hüft- und Schulturbewegungen sind dabei nicht zu sehen. Diese Haltung führt leicht zu Verspannungen.


- Die Wippe: Die Beine werden auseinander gesetzt, die Knie berühren sich nicht. So ist der Gang häufig o-beinig und wippend. Dadurch drohen Knie- und Hüftprobleme.


- Das Klappmesser: Die Frau beugt den Oberkörper nach vorne, schaut beim Gehen oft zu Boden, hat einen Knick im Beckenbereich. Das verursacht auf Dauer Rückenprobleme.


- Der Katzenbuckel: Sie geht mit Rundrücken und eingeklemmter Brust. Der Bereich zwischen Taille und Brustansatz wird versteckt. Das engt Herz und Atemwege ein, sie wird zum Kurzatmer.


Was allen 4 Typen gemeinsam ist: Der Körper wirkt eher unnatürlich als elegant. Durch Üben soll sich das ändern.


"Eine aufrechte, gerade Haltung, ein intensives Spüren der eigenen Körpermitte und ein harmonisches Gehen aus der Hüfte heraus sind dabei oberstes Ziel", fasst Edeltraud Breitenberger zusammen. Auch die innere Haltung ist wichtig. "Ein gesundes Selbstbewusstsein und Spaß an der eigenen Weiblichkeit zeigen sich im Gang."


Dies trainiert die langjährige Tangotänzerin mit ihren Schülerinnen zunächst barfuß, dann auf flachen Schuhen- und erst ganz zuletzt auf hohen Pumps. "Es ist nicht das Ziel, ständig nur auf High Heels zu gehen", betont sie. "Am gesündesten ist ein regelmäßiger Wechsel der Absatzhöhe."


Das bestätigt auch der Münchner Ortopäde Dr. Daniel Baumgartl: "Wer einen gesunden Gang pflegt, kann sich durchaus ab und zu mit High Heels schmücken - ohne Bedenken, sich die Füße zu ruinieren."


Edeltraud Breitenberger empfehlt Frauen auch ein tägliches Fußtraining zu Hause - und zwar:


Zehen lockern und stärken


1. Mit einer Fußmassage beginnen, liebevoll eincremen.


2. Danach Finger zwischen die Zehen schieben, die Zehen fest hin- und herbiegen.


3. Dann: Hinknien, dabei auf die Zehen setzen. Tut im ersten Moment oft weh, bereitet aber auf tägliche Belastungen vor.


4. Zuletzt die Zehen - ohne Hilfe der Finger - so weit es geht spreizen.


Gehen üben


Wer kann, sollte sich selbst auf Video aufnehmen. Ein großer Spiegel tuts zur Kontrolle aber auch. Wichtig: Oberkörper gerade halten, Kopf hoch, Kinn zum Hals neigen, der Nacken zieht sich lang. Aus der Hüftbewegung soll die Kraft kommen, die einen vorwärts bringt. Doch nicht zu sehr mit den Hüften wackeln! "Die einfache fallen lassen", sagt Breitenberger. Die Arme schwingen dabei locker mit.


INFO - KURSE FINDEN


Lauftraining wie bei Edeltraud Breitenberger - www.b-edel.de - gibt es mittlerweile bundesweit. Suchen Sie bei Google unter den Stichwörtern "High Heels Kurs".


Quelle: Bild der Frau


 

Letzte Aktualisierung am 21. Dezember 2012 20:02 von Dove.
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