Fleisch in vegetarischem Essen und anderen Produkten
Versteckte Fette in vegetarischen Produkten
Vegetarier Thomas Schönberger vom Vegetarierbund Deutschland isst kein Fleisch, weil er es nicht verträgt. Er kennt Produkte, in denen sich Tierisches versteckt, und hat für Markt eingekauft. Zum Beispiel eine Glückskäfersuppe. Obwohl die Verpackung den Eindruck eines vegetarischen Gerichts vermittelt, ist hier Hühnerfett enthalten.
Gelatine in fast jedem Produkt
In vielen Produkten, die aussehen, als hätten sie gar nichts mit Tier zu tun, ist zum Beispiel Gelatine enthalten. Sie wird aus Haut und Knochen von Schweinen und Rindern hergestellt. Gelatine befindet sich häufig im Fruchtgummi, kann aber auch im Gebäck sein, im Frischkäse, Gebäck oder Wackelpudding. Auch in Fruchtjoghurt , Schokoladen-Pudding oder den Frühstücks-Toppas von Kellogg's ist Gelatine enthalten. Die Gelatine soll laut Kellogg's ein "positives Mundgefühl" erzeugen.
Gelatine zu verwenden, ist nicht notwendig, findet Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale. Es gäbe heutzutage viele Ersatzstoffe für Gelatine, zum Beispiel die pflanzlichen Pektine, so dass man sehr gut darauf verzichten könne. Wenig bekannt ist zudem, dass Gelatine auch in der Saftherstellung verwendet wird. In den zunächst trüben Saft wird Gelatine gegeben, an der die Trübstoffe kleben bleiben - die Gelatine sinkt zu Boden und so entsteht klarer Apfelsaft. Zum Beispiel gibt es Lieferanten, die "Capri Sonne" mit Saft beliefern, der mit Gelatine geklärt wurde. Auf der Zutatenliste findet sich dazu kein Hinweis. Auch in der Wein- und Sektherstellung wird traditionell Gelatine verwendet. Alles legal sagen die Hersteller. Stoffe, die bei der Produktion verwendet werden, müssen nicht deklariert sein.
"Legale Verbrauchertäuschung"
Thilo Bode von der Organisation Foodwatch ärgert diese Form der "legalen Verbrauchertäuschung". Wenn nicht alles auf der Zutatenliste erscheint, kaufe der Verbraucher Produkte, deren Inhalt er nicht wirklich kennt. So ist es legal, wenn Gelatine vom Tier verwendet wird, ohne dass der Verbraucher es merkt. Nicht nur im Herstellungsprozess, sondern auch im Endprodukt - als Trägerstoff zum Beispiel. An der Gelatine bleiben Vitamine und Farbstoffe hängen und können so ins Getränk gebracht werden. Viele Getränkehersteller verwenden Gelatine als Trägerstoff, zum Beispiel Eckes-Granini und Coca Cola.
Problem für Allergiker
Wenn nicht alle Stoffe deklariert werden, ist das besonders ein Problem für Allergiker. Einige Patienten reagierten allergisch auf die Schweinegelatine, einige auf die Rindergelatine. Und jetzt gäbe es auch neuere Publikationen, in denen von allergischen Reaktionen auf Fischgelatine berichtet wird, so der Allergieexperte Dr. Rüdiger Wahl. Er fordert, dass alle enthaltenen Stoffe auf der Zusatzliste erscheinen. So könnten Ärzte den Stoff schneller finden, auf den der Patient allergisch reagiere.
Voll-Deklarierung gefordert
Die Verbraucher sollten eine Kennzeichnung aller Inhaltsstoffe fordern, so Thilo Bode von Foodwatch. Nur mit Druck werde sich hier etwas ändern. Weil viele gar nicht wissen, wo Tierisches enthalten ist, haben die Verbraucherzentrale Hamburg und der Vegetarierbund Deutschland eine Liste mit enigen Produkten zusammengestellt und im Internet veröffentlicht. Verbraucher können darauf nachlesen, in welchen Produkten sich Tier versteckt.
Quelle : Tv N3 "Markt"
Mein freund mich alles erzählt von gestern im fernsehen...
Bei Fänta aus schweine gelantine u ich sprachlos u sage ich baff aha stehe da nix drauf u er sagt verstecken u ja schlau sind
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- 28. April 2009 10:05


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