VIDEO INFO
300 ist eine US-amerikanische Verfilmung des gleichnamigen Comicromans von Frank Miller aus dem Jahr 1998. Der Film startete am 9. Maerz 2007 in den US-amerikanischen, am 5. April 2007 in den deutschsprachigen Kinos (Deutschland, Oesterreich und Schweiz). Als Weltpremiere war 300 schon im Februar 2007 im Wettbewerb der Berlinale 2007 ausser Konkurrenz zu sehen.
Der Film erzaehlt eine Episode aus den Perserkriegen, naemlich die Geschichte der Schlacht bei den Thermopylen. Ebenso wie seine Comic-Vorlage orientiert sich auch der Film an den Historien des antiken Chronisten Herodot. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von ueber 445 Mio. US-Dollar ist er einer der erfolgreichsten Filme 2007.
Handlung
Erzaehlt wird aus der Sicht von Dilios, einem Soldaten aus Sparta. Die Spartaner werden als ein Volk von gnadenlosen Kriegern gezeigt, die missgebildete und schwaechliche Saeuglinge gleich nach der Geburt toeten und ihre Soehne mit aeusserster Haerte erziehen (Agoge). Des Weiteren berichtet der Erzaehler von der Legende eines 15-jaehrigen Jungen, der in einem Initiationsritual alleine in die Wildnis geschickt wird und dort gegen einen wilden Wolf besteht. 25 Jahre spaeter ist dieser Junge Koenig Leonidas I. von Sparta.
480 v. Chr. marschiert Grosskoenig Xerxes von Persien mit einer riesigen Armee nach Griechenland. Er schickt einen Boten nach Sparta, um Leonidas eine kampflose Annexion Spartas anzubieten. Dieser empfindet das Angebot als Beleidigung und wirft den Unterhaendler samt seiner Begleitung in einen Brunnen. Bevor Leonidas in den Krieg zieht, um Sparta zu verteidigen, befragt er nach altem Gesetz das Orakel zu seinem Kriegsplan. Das Orakel ist jedoch von Xerxes bestochen worden und verweigert ihm den Segen unter dem Vorwand des Karneiafestes, welches neun Tage lang jegliche Kampfhandlung verbietet.
Im Rat wird Leonidas fuer seine Kriegsplaene stark kritisiert – wegen des Orakelspruchs, vor allem aber wegen der Aussichtslosigkeit eines Kampfes gegen die zahlenmaessig weit ueberlegene persische Streitmacht. Trotzdem zieht Leonidas mit 300 Spartiaten, all denen, die bereits einen maennlichen Stammhalter gezeugt haben, auf Wanderschaft. Sein Ziel ist es, die Perser an einem schmalen Pass, den Thermopylen, aufzuhalten.
Auf dem Weg dahin schliessen sich die Arkadier den Spartiaten an. Damit die Perser gezwungen sind, den Pfad ueber die Thermopylen zu benutzen, errichten die Griechen eine Mauer aus Steinen und aus getoeteten persischen Spaehern. Ein koerperbehinderter Exil-Spartaner namens Ephialtes warnt Leonidas vor einem verborgenen Pfad, ueber den die Perser die Griechen einkesseln koennten. Zugleich bittet er Leonidas, mit den Spartiaten gegen die Perser kaempfen zu duerfen. So will er den Namen seines Vaters reinwaschen, der mit ihm gleich nach seiner Geburt aus Sparta geflohen war, um die Toetung des Sohnes zu verhindern. Leonidas muss das ablehnen, da Ephialtes mit seiner Behinderung die Phalanx der Griechen schwaechen wuerde. Er bietet Ephialtes die Aufgabe an, statt dessen verwundete oder gefallene Krieger bzw. die Pferde zu betreuen was dieser wiederum empoert von sich weist.
Bevor die Angriffe beginnen, geben die Perser den Griechen Gelegenheit, die Waffen niederzulegen, doch Leonidas entgegnet nur: Kommt und holt sie euch. Die Griechen wehren die ersten Angriffe der Perser ab. Daraufhin bittet Xerxes Leonidas zu einer Audienz und versucht, ihn zur Aufgabe zu bewegen. Leonidas lehnt jedoch ab und schlaegt mit seinen Maennern auch die naechste Angriffswelle zurueck.
In der Zwischenzeit versucht die Gattin von Leonidas, Koenigin Gorgo, den Senat zu ueberzeugen, ihren Mann mit der Armee zu unterstuetzen und fuer die Freiheit Spartas zu kaempfen. Senator Theron nutzt die durch sein Geschlecht gegebene Vormachtstellung aus und erpresst die Koenigin. Er wird ihr im Senat nicht widersprechen, dafuer muss sie Theron zu Willen sein. Um ihren Mann zu retten, geht die Koenigin auf das Angebot ein. Theron bricht jedoch sein Wort und beschuldigt sie im Senat, sich ihm und anderen angeboten zu haben. Daraufhin ersticht ihn die Koenigin, und aus seiner Tasche fallen persische Muenzen,so erkennt der Senat Theron als Verraeter.
Waehrenddessen wird bekannt, dass Ephialtes den geheimen Pfad an die Perser verraten hat. Die Lage der Griechen ist damit aussichtslos, denn ohne die strategisch guenstige Stellung am Thermopylen-Pass sind sie den zahlenmaessig weit ueberlegenen Persern nicht gewachsen. Die Arkadier ziehen sich deswegen zurueck. Der verwundete Dilios wird von Leonidas nach Sparta geschickt, um von dem tapferen Kampf gegen die Perser zu berichten. Sein einziger Wille ist es, dass sich das Volk der Griechen an seine Tat erinnere. Dilios schliesst sich den Arkadiern an und begibt sich auf die Reise nach Sparta.
Der Koenig bleibt mit seinen verbliebenen Kaempfern zurueck, um sich dem letzten Gefecht zu stellen. Ein letztes Mal schlaegt er ein Kapitulationsangebot aus, da er lieber als freier Grieche sterben will, anstatt als Kriegsherr der Griechen unter Xerxes weiterzuleben. So kaempfen er und seine Maenner bis zum Tod gegen die weit ueberlegenen Perser, erreichen aber dadurch das nach ihrer Vorstellung hoechste Lebensziel: im Krieg fuer Sparta als freier Mann zu fallen. Und bei diesem letzten Kampf widerlegt Leonidas die Behauptung des persischen Grosskoenigs, eine Gottheit und damit unverwundbar zu sein, indem er den persischen Grosskoenig mit einem geschleuderten Speer im Gesicht verletzt.
Ein Jahr spaeter ist Dilios selbst Anfuehrer der Armee der Griechen und stellt sich nun den Persern bei Plataiai mit 10.000 Spartiaten, die ein Heer von 30.000 Griechen anfuehren. Da die persische Streitmacht diesmal nur um ein laecherliches Dreifaches groesser ist, gaebe es so Dilios gute Aussichten fuer jeden Griechen.